Anfang des Jahres 2009 starteten wir - eine Gruppe von Experten für die Entwicklungen in Ostdeutschland und der Ch. Links Verlag -, einen
Aufruf, mit dem wir Akteure suchten, die in Ostdeutschland nicht nur Probleme identifizieren, sondern auch etwas unternehmen, um sie zu lösen. Ausgangspunkt war dabei die Überzeugung, dass der gesellschaftliche Umbruch den Osten Deutschlands mit ökonomischen, demografischen und sozialen Problemen konfrontiert, für die es keine fertigen Lösungen gibt, dass vielerorts jedoch Menschen aktiv sind, die aus unterschiedlichsten Motivationen heraus der viel beschriebenen Krise eigenes Handeln entgegensetzen und Wege suchen, um die Verhältnisse zum Positiven zu verändern.
Diese Homepage bezeugt, dass die Zahl der
Akteure ebenso groß ist wie die Spannbreite der Themen, in denen sie Veränderung anstreben und ermöglichen: Ob es sich um große Wirtschaftsunternehmen mit innovativen Technologien handelt oder um kleine Firmen der Kreativbranche, um Kommunen, die ungewöhnliche ökologische und energetische Konzepte verfolgen oder ökonomische Experimente wie Regionalwährungen, ob kreative Umwidmungen nicht mehr genutzter Gebäude und Areale oder Kulturprojekte, die neue Impulse in die Region ausstrahlen - in allen Ländern und Regionen arbeiten Menschen daran, mit eigenen, oft neuen Wegen Wandel herbei zu führen.
Wir wollen ihnen nicht nur mehr öffentliche Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, sondern die Debatte um Entwicklung und Krise in Ostdeutschland an einen internationalen Diskurs ankoppeln, in dem solche Akteure »changemaker« genannt werden und als Motoren für gesellschaftlichen Wandel gelten. Ein Teil von ihnen wird ausführlich in der
Publikation beschrieben: »Zukunft erfinden. Kreative Projekte in Ostdeutschland« porträtiert 30 Projekte und ihre Macher [
Inhaltsverzeichnis,
Vorwort], beschreibt Motivationen und Voraus- setzungen, notwendige Allianzen, günstige Zufälle, mitunter auch Fehlschritte - also Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Ideen und Konzepten, die der Krise etwas entgegensetzen.